Zusammenhang Nahrung - Gehirnfunktion (siehe auch Hintergrundinfos)

Zusammenhang bei nicht-verhaltensauffälligen Menschen

Den meisten Menschen ist der Zusammenhang von Ernährung und Hirnfunktion nicht bewusst, obwohl wir durch den Konsum von Genussmitteln ("Alltagsdrogen" wie Kaffee, Schwarztee, Schokolade) unsere "Hirnaktivität" und Stimmung mehr oder weniger bewusst verändern. Oder man verspürt Schläfrigkeit nach einem üppigen Mahl, Konzentrationsprobleme unter Hunger oder eine Stimmungsverbesserung durch eine Süssigkeit eigentlich schon, ohne vielleicht den Bezug zur Nahrungsaufnahme herzustellen.

 

Zusammenhang bei verhaltensauffälligen Kindern

Verhaltensauffällige Kinder reagieren empfindlicher auf unverträgliche Nahrungsmittel oder chemische Belastungen aus Nahrung und Umwelt. Da ihr Stoffwechsel die Zusatzbelastung nicht ausgleichen kann, zeigt das „System“ Störungen an der empfindlichsten Stelle, d.h. an der Feinregulation der Hirnleistung (Konzentration auch in langweiligen Situationen, Selbstkontrolle in jeglicher Hinsicht, etc.). Auf biochemischer Ebene kann man versuchen, die Gleichgewichte des Hirnstoffwechsels zu beeinflussen, entweder mit Medikamenten (z.B. Ritalin ®) oder durch die Anpassung der Ernährung an die individuellen Empfindlichkeiten.

 

Welche verhaltensauffälligen Kinder können von einer Ernährungsumstellung profitieren?

Grundsätzlich kann bei allen verhaltensauffälligen Kindern eine Ernährungsumstellung versucht werden. Bei eher expansiven, also gegen aussen gerichteten Störungen (z.B. Aggressivität, Hyperaktivität usw.), zeigen sich die Erfolge schneller als bei eher nach innen gerichteten Störungen (Tagträumen, in sich gekehrt sein usw.).